Schutz der Bevölkerung in Gefahrensituationen, bei Großschadens- sowie Katastrophenlagen
Die Folgen des Klimawandels mit langen Dürreperioden oder Starkregenereignissen sind genauso wie aktuelle kriegerische Auseinandersetzungen mit hieraus folgenden Problemen in der Energieversorgung und bei der Unterbringung von Flüchtlingen in der Gemeinde Kirchlinteln bemerkbar. Für die Vorbereitung gilt es, das Leben und die Gesundheit der Bevölkerung oder die lebenswichtige Versorgung, die Umwelt oder erhebliche Sachwerte zu schützen.
Hieraus entstehende Gefahrenquellen sind zu minimieren und erfolgreich abzuwenden. Vorbeugende Handlungsmöglichkeiten bieten sich in der baurechtlichen und infrastrukturellen Planung sowie in der Vorhaltung einer leistungsfähigen Feuerwehr. Ziel ist es, vorhandene Risiken zu erkennen und möglichst abzustellen. Die Gemeinde Kirchlinteln mit einer Fläche von rund 174 km² und ihren 17 Ortschaften betreibt eine Freiwillige Feuerwehr mit 13 Ortswehren. Die Einsatzkräfte sind für viele verschiedene Szenarien ausgebildet. Erforderliche Einsatztechnik und Einsatzfahrzeuge werden vorgehalten. Darüber können weitere Einsatzkräfte und Technik über die Rettungsleitstelle des Landkreises Verden bei Bedarf hinzugerufen werden. Die Alarmierung der Einsatzkräfte erfolgt über digitale Meldeempfänger und elektronische digitale Sirenen. Die Sirenen dienen zusätzlich auch dem Bevölkerungsschutz, indem Sie mit akustischen Signalen und Sprachdurchsagen die Bevölkerung vor Gefahren warnen und erste Verhaltensempfehlungen geben können. Sie funktionieren auch bei länger anhaltenden großflächigen Stromausfällen (Blackout).
Zur Sicherstellung ihrer Handlungsfähigkeit hat die Gemeindeverwaltung verschiedene Vorkehrungen getroffen. Ihr steht ein Gefahrenabwehrplan zur Verfügung, der die organisatorischen Abläufe zur Bewältigung von Schadenslagen regelt. Für die Aufrechterhaltung der erforderlichen Informationstechnologie steht eine ausreichende Notstromversorgung zu Verfügung. Es kann ein Bürgertelefon geschaltet werden. Nach Feststellung des Eintritts eines Katastrophenfalls durch den Landrat unterstützt die Gemeinde Kirchlinteln den Landkreis Verden bei der Bewältigung der Katastrophenlage.
Die lebensnotwendige Infrastruktur wie Trinkwasser, Abwasserbeseitigung und Energieversorgung wird durch die verschiedenen Betreiber sichergestellt und die Ausfallsicherheit durch weitere Maßnahmen verbessert. Verschiedene Anlaufstellen im Gemeindegebiet (zentral aber auch in den Ortschaften) u.a. auch für Evakuierungen sind in Planung und Bearbeitung.
Die Löschwasserversorgung wird zentral über die Trinkwasserversorgung sichergestellt. Darüber hinaus betreibt die Gemeinde Kirchlinteln verschiedene Zisternen. In der Bauleitplanung werden bei Erfordernis weitere Zisternen oder Löschwasserteiche berücksichtigt.
Neben der Vorsorge durch die öffentliche Hand ist es auch die Verantwortung jedes Einzelnen, für Katastrophenlagen Vorbereitungen zu treffen. Um sich und anderen helfen zu können, hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BBK) den „Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges handeln in Notsituationen“ herausgegeben, den Sie unten herunterladen können. Dieser gibt Ihnen hierbei Hilfestellung.
Wichtige Notrufnummern:
Polizei: 110
Feuerwehr: 112
Krankentransport: 19222
Notruf Frauenhaus Verden: 04231 / 961970
Kinder- und Jugendtelefon: 116111
Telefonseelsorge: 0800 / 1110111 oder 0800 / 1110222
Giftinformationszentrum-Nord: 0551 / 19240

